Die richtige Lernmethode finden - Lernen lernen

Zielgruppe: Lerninteressierte und alle in Prüfungsvorbereitungen


Lehrmethode Metakognition Wissen Lernen
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Sich Wissen anzueignen ist auf vielen Wegen möglich. Du kannst dies in der Schule, in einem Kurs oder einer Weiterbildung tun und somit von anderen lernen. Das Lernen ist aber nicht auf diese Form beschränkt, es gibt auch für autodidaktisches Lernen einige Optionen. Dank dem Internet kann ich auf ein schier unendliches Wissen zurückgreifen und dabei habe ich Suchmaschinen, welche mir Inhalte in sekundenschnelle präsentieren. Alles scheint so einfach, doch ganz so einfach ist es eben nicht. Diese Menge an Wissen und all die möglichen Lernmethoden können auch für Verwirrung sorgen, was ich in meinem Berufsalltag und in meinem Umfeld immer wieder beobachten konnte. Über einen langen Zeitraum habe ich nach Lösungen gesucht, welche diesen Missstand beheben können. Immer wieder musste ich erkennen, dass die Inhalte und Methoden dem Ziel angepasst werden müssen, daher der Blogname “gezielt-lernen”.

 

"So habe ich das immer gemacht"

 

Viele haben während Ihrer Schulzeit, der Ausbildung oder bei einem Hobby vermittelt gekriegt, wie man sich das nötige Wissen und Können aneignen kann. An Schulen, bei Weiterbildungen und ähnlichem, sind die Lernkarten sehr beliebt, sowie das abfragen lassen durch Eltern und Freunde. Beim Hobby hat der Trainer seinen Weg, den Sportlern, Musikern, Malern,... etwas neues beizubringen.

Wenn die angewandte Methode funktioniert, erfreuen wir uns an guten Noten, einem Zertifikat oder einem Sieg im Sport. Doch was tun wir, wenn die altbekannten, bewährten Methoden nicht mehr funktionieren? Viele flüchten sich ins Üben, zweifeln an Ihren Fähigkeiten und ihrem Wissen. Sie investieren zusätzliche Zeit und bleiben der erlernten Methode treu. Schlussendlich bleibt oftmals die Enttäuschung über das Resultat oder den verhältnismässig hohen Aufwand.

 

Das muss nicht sein!!!

 

Einstein Zitat Wahnsinn Lernen
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Das Zitat von Albert Einstein passt gut zum Thema Lernen. 

Solange ein Weg funktioniert und er für alle Beteiligten stimmig ist, würde ich es beibehalten, da Gewohnheiten die benötigte Ruhe und Gelassenheit geben. Sollte das nicht der Fall sein, benötigt es eine Veränderung. Dies kann die Art des Lernens betreffen, genauso wie den Zeitpunkt, die Lernumgebung oder die Lernpartner, um nur einige Faktoren zu nennen.

 

Stellen Sie sich folgende Fragen:

- Welche Lerngewohnheiten habe ich?

- Sind diese Gewohnheiten zielführend?

- Mit welcher Methode habe ich gelernt?

- War ich damit erfolgreich?

- Was hat nicht funktioniert?

 

Dieses Fragen können Sie sowohl alleine, als auch mit Unterstützung beantworten. Sobald man sich über diese Punkte im Klaren ist, folgt der Schritt zur Veränderung. Sie verändern alles, was aus Ihrer Sicht Erfolg versprechen könnte und versuchen es nochmals.

 

Was ich hier vorschlage, ist das Nachdenken über das eigene Lernen, was auch als Metakognition bezeichnet werden kann. Hierbei unterscheiden wir zwischen metakognitivem Wissen und metakognitiven Strategien.

 

Metakognitives Wissen beinhaltet das eigene Lernen und Denken. Die Lernprozesse und Kompetenzen werden sich selbst bewusst gemacht. Man beobachtet also das eigene Lernen und Wissen, um zum Ziel zu gelangen. Hierbei ist das führen eines Lerntagebuches von Vorteil. Mir ist bewusst, dass dieser Vorschlag mit einem zusätzlichen Aufwand verbunden ist, doch er gibt Ihnen die benötigten Informationen. Dabei kann auch gut die Qualität des eigenen Wissens reflektiert werden, was in diesem Prozess eine entscheidende Rolle spielt.

 

Bei den metakognitiven Strategien oder auch den exekutiven Funktionen geht es um das Planen des Lernens, aktivieren des Vorwissens und eine gezielte Auswahl der Lernaktivität.

 

- Was muss ich können?

- Wie werde ich getestet?

- Muss ich mündlich oder schriftlich antworten?

- Kenne ich die Lernziele?

 

Sie planen die einzelnen Schritte, die benötigte Zeit und sind achtsam auf ihr eigenes Verhalten dabei.

 

Dieser Aufwand wirkt zu Beginn etwas mühsam und der Nutzen ist nicht direkt ersichtlich.

"Ich weiss ja wie ich lernen muss" oder "Ich habe keine Zeit für solche Spässe" höre ich oft zu Beginn. Sich selbst reflektieren ist anstrengend und besonders bei nicht zufriedenstellenden Resultaten auch unangenehm. Sobald sie jedoch diese Fragen geklärt haben und ein gezieltes Lernen möglich ist, erspart es Zeit. Alles wird zielgerichtet ausgeführt, womit die Aussicht auf die gewünschten Resultate steigt.

 

! Versuchen sie es !


Bildungsangebote zum Thema findest du hier


Quellen:

Handout Wahlmodul WO14, 18.11.2011, Prof. Dr. Josef Steppacher (HfH)

Guldimann, T. (1996). Eigenständiger Lernen: durch metakognitive Bewusstheit und Erweiterung des kognitiven und metakognitiven Strategierepertoires. Bern: Paul Haupt.


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